In der gegenwärtigen, teilweise sehr kontrovers geführten Diskussion über Glaubensrichtungen von Menschen mit Fluchtgeschichten erscheint uns ein Angebot zum Thema „Interreligiöse Verständigung“ besonders sinnvoll. Das Projekt „Yachad-Zusammen“ bietet eine Plattform für die Wissensvermittlung und Auseinandersetzung im interreligiösen und interkulturellen Bereich, dabei werden Judentum, Christentum und Islam theoretisch und praktisch erlebbar gemacht und Informationen über die drei Buchreligionen zusammengeführt. Das Projekt ermöglicht einen langfristigen und intensiven Zugang zu diesem Thema und stellt damit eine Bereicherung im Netzwerk der integrativ arbeitenden Institutionen im Kreis Unna dar. Im Rahmen dieses Projektes bieten wir für interessierte Menschen aller Altersgruppen Begegnungen und Fortbildungen zum Themenbereich „Abrahamitische Religionen“ an:

 In unserem Gemeindezentrum kann der ganze Reichtum jüdischer Religion und Kultur entfaltet werden. Wir feiern Gottesdienste mit rabbinischer Begleitung, erleben kulturelle Vielfalt - auch in Konzerten oder im interreligiösen Dialog - und sind freundschaftlich verbunden und vernetzt, weit über den Kreis Unna hinaus. Jüdische Feste und kulturelle Veranstaltungen beleben den Gemeindealltag, wobei interessierte Gäste immer willkommen sind.

Synagogenführungen für Schüler oder Erwachsenengruppen sind nach Absprache möglich und dienen der Information und dem Abbau des Befremdlichen. Workshops, Vorträge, Ausstellungen und Projekte sowie die Beteiligung an Stadtfesten und Integrationsveranstaltungen sind unsere Wege zum gemeinsamen Lernen, zur Weiterentwicklung und zum friedlichen Zusammenleben.

Im Rahmen des 10-jährigen Bestehens unserer Gemeinde „haKochaw“ haben wir im Jahr 2017 viele interessante Veranstaltungen durchgeführt. Unter anderem die Ausstellung ausgesuchter Werke von Jakob Pins zu dem Thema „Licht und Schatten der Freiheit“ sowie die wunderbaren Portraits jüdischer Menschen der verstorbenen Unnaer Malerin Sonja Weis unter dem Titel „Leben wollt ich!” haben großes Interesse hervorgerufen.

Die Vorträge der Rabbinerin Natalia Verzhbovska „Frauen im Judentum“ wurden gut besucht und werden im Jahre 2018 fortgesetzt. Die Teilnehmenden konnten viel lernen und freuen sich auf weitere spannende Erfahrungen mit der jüdischen Geschichte. Neue Teilnehmer sind jederzeit herzlich willkommen.

Im Rahmen des Lag baOmer-Festes war Herr Sergej Kolmanovski (Hannover) zu Gast in der Gemeinde und hat in russischer Sprache sein Buch über den berühmten sowjetischen Komponisten Eduard Kolmanovski präsentiert. Für viele Gemeindemitglieder war dieses Treffen sehr berührend, war es doch tief mit ihrer Vergangenheit verbunden.

Am 18. Juni gastierte der bekannte Kantor Isaac Sheffer, die Organistin Regina Yantian sowie das „Synagogal Ensemble Berlin“ in unserer Gemeinde. Sie boten ein Konzert der Meisterklasse unter dem Thema “L`Dor wa Dor“ – „von Generation zu Generation”. Dieser musikalische Genuss wird den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben. Wunderschöne Klänge jüdischer Musik und die stimmlich hochkarätige Ausführung der Künstler begeisterten die Besucher des Konzertes.

Um eine interreligiöse Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen zu fördern, luden wir alle Bürger zu unserer Sukka ein und feierten gemeinsam das Sukkot –Fest mit Rabbinerin Natascha Verzhbovska. Anschließend hatte Lars Umanski in seinem neuen Konzertprogramm „Shpil zhe mir a lidele“ zu einer Reise in die Welt der jiddischen und populären Musikkultur eingeladen.

 

Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen
und heißen Sie in unserer Synagoge herzlich willkommen!

Wird gefördert durch: