Kavod-Respekt

Gegenseitiger Respekt ist eine menschliche Grundvoraussetzung für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen. Ohne die Achtung vor dem Anderen, ohne den Respekt gegenüber seinem Anderssein wird es kein friedliches Zusammenleben geben. Dieses gegenseitige Respektieren gilt es zu lernen. Es beginnt in unserem direkten Umfeld und Lebensbereich – vor unserer Haustüre. Uns, als der liberalen jüdischen Gemeinde „haKochaw“, ist es im Hinblick auf den historischen Hintergrund sehr deutlich, dass wir uns an diesem Lernprozess beteiligen wollen und müssen.

Lernen durch Kennenlernen, das soll unser Weg sein!

Deswegen entstand der dringende Wunsch zu einem Projekt mit dem Namen „Kavod-Respekt“.

Vom 01.06.2013 bis 31.05.15 wurde ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt durchgeführt. Es finanzierte sich aus Mitteln des BAMF. Das Ziel dieses Projektes war die Stärkung der Anerkennungskultur, das gegenseitige Kennenlernen in Akzeptanz.

Zu den Schwerpunkten im Rahmen von „Kavod-Respekt“ gehörten kulturelle Veranstaltungen, Netzwerkarbeit und die Teilnahme am interkulturellen und interreligiösen Dialog. Besonders gefragt waren auch Synagogenführungen unter dem Thema "Judentum zum Anfassen", für das sich bisher weit über 1000 Gäste interessierten. Ein weiterer großer Erfolg war der Mitzvah Day Unna, der 2012 vom „Zentralrat der Juden in Deutschland“ initiiert wurde und erstmalig in Unna stattfand.

Die Führungen erfreuten und erfreuen sich großer Beliebtheit. Besonders Schülerinnen und Schüler, Studierende - aber auch Teilnehmende in unterschiedlichen interreligiösen Netzwerken - nutzten die Führungen und anschließenden Gespräche, um nähere Informationen zum Judentum und den Zugewanderten zu bekommen. Gleichzeitig sind sie eine gute Möglichkeit, Berührungsängste und Mauern der Vorurteile zu überwinden, die oft aus Unkenntnis entstehen. Hier zeigt es sich sehr deutlich: Lernen durch Kennenlernen!

 

Auch in Hinblick auf die Zusammenarbeit und Professionalisierung hauptamtlicher und ehrenamtlicher Mitarbeiter, sowie die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, können wir - im Rahmen des Projektes „Kavod- Respekt“ - auf nachhaltige Erfolge zurückblicken: Ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten in Form eines Mitarbeitermeetings, Optimierung der Abläufe durch bessere Organisation und Kommunikation trugen im Wesentlichen zur erfolgreichen Realisierung des Projektes „Kavod-Respekt“ bei.

Im Rahmen des Projektes wurde die Öffentlichkeitsarbeit durch die lokalen Medien wie den Hellweger Anzeiger, Lokalkompass Unna, Antenne Unna etc. freundlich unterstützt.

Im Sinne der Transparenz und auch, um Interessierte über das jüdische Leben zu informieren, wurden einige Presseberichte der letzten 10 Jahre auf der Website der Gemeinde veröffentlicht. Gleichzeitig ist dies eine Möglichkeit, eventuell vorhandenes rassistisch- nationalistisches Gedankengut zu mindern.

Wird gefördert durch: